Die richtige Küchenarbeitsplatte finden – die Entscheidungshilfe

 

Die alltäglichen Belastungen von Arbeitsplatten in Küchen könnten unterschiedlicher nicht sein. Von scharfen Küchenmessern, spritzendem Wasser und Soßen bis zu heißen Töpfen – die Herausforderungen für Ihre Küchenarbeitsplatte sind so zahlreich wie vielfältig. Wir möchten Ihnen zeigen, welches Material am besten zu Ihren Bedürfnissen passt und wie Sie Ihre Arbeitsfläche optimal pflegen.

 

Für Ihre individuelle Schreinerküchenarbeitsplatte stehen unterschiedliche Materialien zur Wahl. Diese unterscheiden sich sowohl in Pflegeleichtigkeit, Widerstandsfähigkeit und Härte, sowie durch ihre Optik und Haptik. Um Ihnen Ihre Entscheidung zu erleichtern, stellen wir Ihnen in unserem Vergleich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien vor. In unserem Showroom in München können Sie jedes Material in die Hand nehmen und sich von unseren Spezialisten beraten lassen.

Küchenarbeitsplatten aus Massivholz – Keilgezinkt oder mit durchgehender Lamelle

 

Wenn Ihnen die natürliche und freundliche Ausstrahlung von Holz zusagt, sind Küchenarbeitsplatten aus Laminat und Schichtstoff oder aus echtem Holz genau das Richtige für Sie. Durch unseren Ursprung im Schreinerhandwerk, liegt unsere Präferenz selbstverständlich bei Massivholz. Wenn es um Arbeitsplatten aus Holz geht, wird hierbei zwischen Massivholzplatten und Echtholzplatten unterschieden.

Letzteres sind Echtholz-Furniere, die als feine Schicht auf einem Trägermaterial aufgebracht werden. Bei so einem Material handelt es sich beispielsweise um MDF-Platten. Als Küchenarbeitsplatten eignen sich Echtholzfurniere nur eingeschränkt. Auch bei Massivholzarbeitsplatten gibt es qualitative Unterschiede. Man unterteilt hier in die Varianten aus keilgezinktem Plattenverbund und einer durchgehenden Lamelle. Diese stellt die qualitativ hochwertigere und auch ästhetisch ansprechendere Form dar. Wir fertigen für Sie nach Ihren Vorstellungen Küchenarbeitsplatten aus hochwertigen Laubholzarten, wie Ahorn, Birke, Birne, Buche, Eiche, Esche, Kirsche, Nussbaum, Robinie und Ulme an. Zusätzlich befinden sich auch Exoten wie Iroko, Padouk, Wenge, Zebrano und sogar Bambus in unserem Sortiment.

Nichtsdestotrotz sind auch harte Holzarten nicht vor Schäden gefeit. Durch schwere Töpfe können beispielsweise Dellen entstehen und Küchenmesser oder andere scharfkantige Gegenstände können Schnitte verursachen. Entsteht so ein Schaden, kann es vorkommen, dass sich in den so entstandenen Ritzen Bakterien sammeln. Daher ist die Wahl der richtigen Holzart entscheidend. Aufgrund seiner Gerbsäuren wirkt Holz im Gegensatz zu Plastik antibakteriell. Laut einer Untersuchung der biologischen Bundesanstalt in Braunschweig ist das Kiefernholz der größte Keimkiller. Ähnlich wirksam sind Eiche und Lärche.

Deshalb ist Holz stark gegen Bakterien:

Dieser keimtötende Effekt wird ganz von allein immer wieder erneuert. Durch Schnitzer und Spalten in Kunststoffbretter setzen sich konstant neue Bakterien fest. Auf der anderen Seite werden durch frische Schnittspuren im Holzbrett stets neue antibakterielle Stoffe freigesetzt. Zusätzlich ist Massivholz simpel zu reinigen. Es ist lediglich notwendig, die Oberfläche gründlich und kalt abzuwaschen und danach mit heißem Wasser nach zu wischen.

Es muss gesagt werden, dass Holz nur bedingt hitzeresistent ist. So hinterlassen beispielsweise heiße Töpfe und Pfannen schnell Verfärbungen oder sogar Brandflecken. Ebenso ist das Holz anfällig für Flecken und fängt bei eindringender Feuchtigkeit an zu quellen. Handelt es sich allerdings um eine unbehandelte Massivholzarbeitsplatte, sind Brandflecken problemlos heraus zuschleifen. Und sollten Flecken durch Rotebeete oder Rotwein entstehen, so verschwinden diese nach ein paar Wochen von ganz allein.

Um dieses spezielle Naturmaterial haltbarer zu machen, ist es möglich, die Oberfläche mit Öl zu imprägnieren oder mit speziellen Lack zu versiegeln. Durch falsch veröffentlichte Informationen ist die Meinung weit verbreitet, dass Holzlack zu einer glänzenden Optik führt. Aber es gibt dank des technischen Fortschritts heutzutage Naturholzeffektlacke, die es ermöglichen, dass Hölzer so versiegelt werden, als wären sie unbehandelt. Allerdings ist der große Vorteil bei einer wirklich unbehandelten Küchenarbeitsplatte aus Massivholz, dass die Oberfläche bei Flecken und kleineren Schäden einfach abgeschliffen werden kann. Dies ist auch ein Vorteil gegenüber Arbeitsflächen aus anderen Materialien. Wünschen Sie sich eine geölte Arbeitsfläche, sollte der Schutz regelmäßig erneuert werden, damit das Holz seine Attraktivität behält.

Überzeugen Sie sich selbst in unserem hauseigenen Innenarchitekturbüro:

Entscheidend ist, dass Sie als Kunde zufrieden sind und sich die richtige Holzart, beziehungsweise das passende Material, anhand Ihrer Gewohnheiten auswählen. Unsere Schreinerei und Innenarchitekturbüro / Showroom in München beraten Sie zu Ihrer Schreiner-Küche nur all zu gerne.

Küchen-Arbeitsplatten mit einer Kunststoffbeschichtung – Schichtstoff und Laminat

 

Eine große Nachfrage gibt es bei Schichtstoffarbeitsplatten, beziehungsweise bei Laminatarbeitsplatten für die Küche. Diese Varianten werden am häufigsten in Küchen verbaut und passen hervorragend zu einer kostengünstigen Schreinerküche. Der Grund hierfür ist, dass diese Arbeitsplatten sowohl pflegeleicht, wie auch kostengünstig sind und eine hohe Widerstandsfähigkeit aufweisen. Es ist jedoch zu empfehlen, auf solchen Kunststoffarbeitsplatten niemals direkt zu schneiden, da so die Oberfläche zerstört werden kann. Ebenso sind sie hitzeempfindlich, daher ist zu empfehlen, immer Untersetzer zu verwenden. Da sich unter der obersten Schicht aus Kunststoff meist Pressspanholzwerkstoff befindet, sollte auch darauf geachtet werden, dass sich in den Fugen der Arbeitsplatte kein Wasser staut. So wird das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert und das Holz im Inneren beginnt nicht zu quellen/schimmelt.

Der Kern, beziehungsweise das Trägermaterial der Laminat-/Schichtstoffarbeitsplatten besteht aus Holzwerkstoffplatten. In der Herstellung werden diese Platten dann mit Schichtstoff oder mit Laminat beschichtet. Diese Herstellungsweise kann auch als sogenannte „Sandwichkonstruktion“ bezeichnet werden. Auf diese Art und Weise bleiben die Arbeitsplatten aus Schichtstoff oder Laminat angenehm leicht, ohne dabei ihre Stabilität zu verlieren.

Das sind unsere Küchen-Arbeitsplatten-Dekore:

Die Dekorschicht der Schichtstoff- oder Laminat-Arbeitsplatte besteht aus festen Kunststoffbeschichtungen, HPL (High Pressure Laminate) und CPL (Continuous Pressure Laminate) genannt. Diese Beschichtung setzt sich aus einer Vielzahl miteinander verpressten und harzgetränkten Papierschichten zusammen. Die dekorative Seite dieser Küchenarbeitsplatten kann dann mit einer Vielzahl von Farben oder Mustern bedruckt werden und ist in den verschiedensten Designs und Strukturen erhältlich.

In unserem Angebot finden Sie beispielsweise folgende Laminate und Schichtstoffe für Ihre Küchenarbeitsplatte:

Arbeitsplatten für die Küche aus Granit:

 

Viele unserer Kunden haben den Traum einer Küchenarbeitsplatte aus Granit. Diese Granitplatten zählen zweifellos zu den populärsten Arbeitsplatten für die Küche. Vorausgesetzt man ist bereit, etwas Geld in eine langlebige Arbeitsfläche zu investieren. Falls Sie in Erwägung ziehen, sich eine Granitarbeitsplatte für Ihre Küche anzuschaffen, sollten Sie vor dieser Investition die Vor- und Nachteile dieser Arbeitsplatten und Ihre Kochgewohnheiten abgleichen.

Ein großer Vorteil von Granitarbeitsplatten ist die Robustheit des Materials. So können Schnitte, Kratzer und Hitze dem Material nichts anhaben, wodurch die Arbeitsplatte auch besonders langlebig ist. Durch diese Robustheit und eine pflegeleichte Oberfläche zählen die Granitplatten auch als sehr hygienisches Material, was sie vor allem für Küchen in der Gastronomie eignet. Diese Arbeitsplatten zeigen jedoch eine Empfindlichkeit gegen Öl und Säuren. Dies kann zum Beispiel durch längeren Kontakt mit geschnittener Zitrone auftreten.

Natursteinarbeitsplatten richtig reinigen:

Es empfiehlt sich, diese Arbeitsplatte aus Naturstein mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel zu reinigen und so die Flecken zu entfernen. Handelt es sich um hartnäckigere Flecken, müssen größere Geschütze aufgefahren werden. Hierbei sollte jedoch, wie bereits erwähnt, auf säure- oder ölhaltige Reinigungsmittel verzichtet werden, da es sonst zu zusätzlichen Verfärbungen kommen kann. Wir helfen Ihnen hier gern mit speziellen Natursteinreinigern weiter. Bei der Pflege des Materials brauchen Sie sich um die Feuchtigkeit keine Gedanken zu machen. Die Granitarbeitsplatten sind gegenüber Feuchtigkeit vollkommen unempfindlich. Allerdings können helle Farben dieses Materials Wasser absorbieren.

Die Natur ist außergewöhnlich und individuell – genau wie Ihr Farbspektrum:

Die Granitarbeitsplatten sind in einem großen Farbspektrum verfügbar und harmonieren vor allem mit einer Küche vom Schreiner außergewöhnlich gut, da die meisten Farbgebungen einen wundervollen Kontrast zur Natürlichkeit des Holzes herstellen. Achten Sie bei der Farb- und Musterwahl jedoch darauf, dass die Oberfläche nicht zu unruhig für Ihre Augen wirkt. Ein letzter zu beachtender Punkt ist, dass bei diesem harten Material ein sorgfältiger Umgang mit Tellern und Gläsern unumgänglich ist, da es sonst schnell zu Scherben kommen kann.

Quarzit:

 

Die sogenannten Arbeitsplatten aus Quarzit entstehen durch das Umwandeln von Kieselschiefer, Radioarite, Sand- oder Hornstein. Dieses robuste Material wird durch eine Kombination von Temperatur, Druck und mechanischer Belastung hergestellt, indem einzelne Quarzkörner dabei durch Drucklösung deformiert werden und ihr Kristallgitter beginnt, neu zu ordnen.

Der größte Vorteil dieses Materials ist die außergewöhnliche Robustheit. Es ist langlebig, äußerst schnitt- und kratzfest und ist sowohl wasserabweisend wie auch unempfindlich gegenüber Säuren. Darüber hinaus sind Quarzitarbeitsplatten ebenso hygienisch und pflegeleicht, wie Granitplatten und darüber hinaus ist eine Hinterleuchtung der Platten möglich. Hierbei hilft Ihnen unsere Innenarchitektur in München gern weiter.

Natürlich müssen aber auch bei Küchenarbeitsplatten aus Quarzit ein paar Punkte berücksichtigt werden. Das Material ist, ebenso wie Granit, eine der hochpreisigen Varianten, die Sie für Ihre Küche wählen können und hinzu kommt, dass eine spezielle Verlegetechnik von Nöten ist, um Quarzitarbeitsplatten in Ihrer Küche zu montieren. Auch die Härte des Materials ermahnt zu Vorsicht. Durch die enorme Robustheit und Stabilität muss beim Hantieren mit Glas und Porzellan behutsam vorgegangen werden, um das kostbare Geschirr nicht zu beschädigen.

Ein Meisterwerk der Natur – Arbeitsplatten mit der Anmutung eines Edelsteines

Die Optik des Materials verzaubert durch die Vielfalt an Farben und Muster, die sich bei natürlichem Quarz schlicht als Meisterwerk der Natur hervortun. Diese natürlichen Quarzarbeitsplatten haben sich den Beinamen Edelstein redlich verdient. Der Schauraum eines Quarzplattenwerkes gestaltet sich mehr wie ein Museum als etwas anderes. Der Quarzit verzaubert in einem Regenbogen aus Farben und Mustern. Von leuchtenden Grün-, Blau-, Gelb- oder Rottönen bis hin zu sanftem Weiß, Transparent, weichen Pastelltönen und Rosa lässt sich hier alles finden.

Befindet man sich auf der Suche nach einer blauen Natursteinarbeitsplatte, so führt der Weg unweigerlich zum Azul do Macaubas, einem sehr berühmten Quarzgestein. Küchenarbeitsplatten aus echtem Quarz sind etwas sehr besonderes und daher auch sowohl selten, wie auch teuer. Nichtsdestotrotz ist Quarz als Küchenarbeitsplatten äußerst beliebt, vor allem, da er zu den härtesten und robustesten Natursteinen zählt.

Das Nonplusultra für Ihre Arbeitsplatte in der Küche

Die besonders langlebigen Quarzarbeitsplatten halten locker über 30 Jahre und die hohen Preise kommen durch den hohen Werkzeugverschleiß, der durch das Bearbeiten entsteht. Simple Steine gibt es ab einem Angebot von 500 Euro pro Quadratmeter. Das absolute Nonplusultra mit äußerst außergewöhnlichen Maserungen und Farben gibt es für bis zu 5000 Euro pro Quadratmeter.

Quarzkomposite:

 

Nachdem die Härte und Robustheit von Quarz bekannt wurde, wollte sich die Industrie diese Eigenschaften zu Nutze machen und erschuf mit der Herstellung von Quarzkomposit eine ansprechende Alternative. Dieses Material besteht zu 93 % aus natürlichem Harz, wird mit Harzbindemittel, Glasstückchen und Farbstoffen vermengt und so zu kompakten Platten verbunden, die sich optimal für Küchenoberflächen eignen. Auf diese Art und Weise zählt dieser aufgewertete Stein nicht mehr als reines Naturprodukt, überzeugt jedoch mit übernatürlicher Härte und Schnittfestigkeit.

Schreinerküchenmanufaktur aus München: alle Hersteller, alle Möglichkeiten

Unsere Schreinerküchenmanufaktur führt für die Beschaffung von Quarzitarbeitsplatten Silestone, CaesarStone, Zodiaq, Strasser Steine, Quarella, Sanamargherita und Compac Quarzagglo als Hersteller und Marken.

Die Platten von typischen Quarzkompositvertretern, wie Silestone oder Zodiaq, sind beispielsweise nicht porös und können daher nicht wegbröseln. Die Oberfläche dieser Küchenarbeitsplatten ist geschlossen und muss aus diesem Grund nicht imprägniert werden. Allerdings sind diese Quarzitkompositplatten daher nur poliert – in glänzender und matter Optik – erhältlich.

Bei all den Vorzügen, die Quarzit von seinem Verwandten, dem Quarzit geerbt hat, zieht es bei Hitze dennoch den Kürzeren. Die Hitzeresistenz ist bei diesem Material eher gering. Stellen Sie daher keine heißen Töpfe auf der Platte ab und hohlen Sie am Besten einen Untersetzer zur Unterstützung.

Eine riesen Farbpalette, die keine Wünsche offen lässt:

Doch auch wenn das Quarzkomposit hier klein beigeben muss, so holt es bei der Farbwahl alles wieder auf. Da es möglich ist, diese Arbeitsplatten individuell zusammenzusetzen, kann man hier zwischen schillernden Elementen und makellosen Farbstrukturen auswählen. Und auch wenn hier durch Menschenhand nachgeholfen wurde, besteht das Quarzkomposit durchaus eine Gegenüberstellung mit Küchenarbeitsplatten aus Naturstein.

Auch was Robustheit und Hygiene angeht, sind diese beiden Materialien durch aus zu vergleichen, leider jedoch auch, was die preisliche Lage angeht. Doch überzeugen Küchenarbeitsplatten aus Quarzkomposit auf Grund ihrer Farbmöglichkeiten und Robustheit immer mehr Kunden, vor allem, weil diese Platten bereits ab Stärken von 12 Millimetern erhältlich sind.

Corian – Oberflächen vom Schreiner:

 

Das Material Corian hat in letzter Zeit immer mehr an Aufmerksamkeit gewonnen. Was jedoch viele Interessenten nicht wissen, ist, dass Corian eine Marke der Firma DuPont ist. Dieses spezielle Material ist allerdings nichts anderes, als ein Mineralwerkstoff. Corian  besteht im Großen und Ganzen, wie alle Mineralwerkstoffe, aus einem Verbund aus Acrylharzen, Pigmenten und mineralischen, natürlichen Bestandteilen. Auch andere Hersteller stellen Küchenarbeitsplatten aus Mineralwerkstoffen her, so steht Corian hier neben anderen Markenbezeichnungen nicht allein. Dieses besondere Material ist bei der Küchenplanung sehr beliebt, da es ganz besondere Vorteile aufzeigt, doch stehen diesen Vorteilen auch eine große Zahl an Nachteilen gegenüber. Nachdem wir das neue Material Mineralwerkstoff eingehend betrachtet haben, wollen wir Ihnen maßgebliche Argumente nennen, die gegen eine Arbeitsplatte aus Mineralwerkstoff sprechen.

So strahlt dieses Material ganz anders als Naturstein eine natürliche, wohlige Wärme aus. Allerdings ist hier auch eine Kehrseite der Medaille zu finden. Durch die weiche Haptik des Acrylsteins kommt eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Stößen und Kratzern einher. Hier sei aber gesagt, dass sich kleine Kratzer in Arbeitsplatten aus Mineralwerkstoff mit einem rauen Schwamm wegpolieren lassen.

 

 

Nachteil: keine Hitzebeständigkeit

Ein weiterer Nachteil liegt in der Hitzebeständigkeit. Der Mineralwerkstoff weist hier eine Empfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen von über 180 Grad Celsius auf. Der Mineralwerkstoff ist thermisch formbar und beginnt bei solch einer Hitze zu schmelzen. Daher ist davon abzuraten, heiße Pfannen, Töpfe oder frischgebackene Kuchen auf die Arbeitsplatte aus Acrylstein abzustellen. Auch wenn das Material nicht schmilzt, besteht die Gefahr, dass es zu Sprüngen im Material oder Verfärbungen der Oberfläche kommt.

Im Vergleich zu Küchenarbeitsplatten aus Mineralwerkstoff gibt es natürlich teurere Produkte wie Marmor oder Dekton, doch nichtsdestotrotz sind Mineralwerkstoffplatten verhältnismäßig teuer. Wir haben in unserem Küchenfinder einen Vergleich zwischen den verschiedenen Herstellern von Mineralwerkstoffen wie Corian, Swanstone und Elements by Lechner gezogen und stellen Ihnen dies natürlich zur Verfügung:

Nun zu unserem letzten Punkt. Wie wir bereits erwähnt haben, ist der Mineralwerkstoff kein natürliches Produkt. Es wird künstlich aus Acryl und natürlichen, mineralischen Bestandteilen hergestellt, wodurch Puristen und Allergiker auf Holz oder Naturstein zurückgreifen sollten, auch wenn die verschiedenen Mineralwerkstoffe ungiftig und unbedenklich für die Gesundheit sind.

Dekton als Arbeitsplatte: Vorteile, Nachteile

 

Noch vor einigen wenigen Jahren war Dekton eine absolute Rarität unter den Materialien für Küchenarbeitsplatten. Doch mittlerweile haben Dektonarbeitsplatten ihren Weg in viele Küchenstudios gefunden. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da Dekton bei wenigen Nachteilen eine Vielzahl an tollen Vorteilen aufzeigen kann. Das Produkt des spanischen Herstellers Cosentino ist sowohl bei Designern und Innenarchitekten, sowie bei Kunden mit exklusivem Geschmack äußerst beliebt. Vor allem die dünnen Arbeitsplatten von 8 oder 12 Millimetern erfreuen sich hoher Beliebtheit und machen Ihre Küche hochwertig und modern.

Bei Dekton handelt es sich um ein Material, das durch einen hochtechnologischen Prozess hergestellt wird und durch ein besonders unempfindliches und hartes Oberflächenmaterial überzeugt. Die Arbeitsplatten aus Dekton bestehen aus den Rohmaterialien Quarz, Keramik und Glas und sind erst seit 2012 auf dem Markt. Und gerade wegen der hervorragenden Eigenschaften als Küchenarbeitsplatte gewinnt dieses Material immer mehr an Beliebtheit. Genau wie Silestone wird Dekton von der international agierenden Cosentino Gruppe hergestellt und vertrieben.

 

Dektonarbeitsplatten sind hitze- und feuerbeständig, abrieb- und kratzfest und sogar chemikalienbeständig!

Dekton hat ebenso wie Granit und Quarzit eine hohe Robustheit in der Liste aller Vorteile zu finden. Anders als Keramikarbeitslpatten, deren Brüchigkeit immer wieder Bemängelt wird, sind bei Dekton kaum poröse Schwachstellen oder Mikrofehler zu finden. Dies kommt durch die enorme Verdichtung des Materials beim Sintern. Dieser Umstand reduziert das Risiko von Spannungsrissen und führt dazu, dass bruchanfällige Küchen-Arbeitsplattenbereiche um einiges robuster und härter sind. Hinzu kommt, dass Dektonarbeitsplatten hitze- und feuerbeständig, abrieb- und kratzfest und noch dazu chemikalienbeständig sind. Durch die Hitzebeständigkeit kann problemlos ein heißer Topf auf der Oberfläche abgestellt werden. Neben der hohen Beständigkeit gegen Hitze ist Dekton noch dazu auch sehr frostbeständig und ist dadurch hervorragend für den Außenbereich geeignet.

Die hohe Dichtigkeit und Robustheit des Materials ist jedoch sowohl Vor- wie auch Nachteil. Wo Granit- oder Keramikarbeitsplatten jederzeit auch vor Ort noch um ein paar Millimeter angepasst werden können, ist dies bei Dektonplatten nicht so ohne weiteres möglich. Dies liegt daran, dass das harte, spröde Material sich nicht mit gängigen Schneidwerkzeugen nur schwer nachbearbeiten lässt. Aus diesem Grund ist es unablässlich, die Platte passgenau auszumessen. Allerdings betrifft dieser Nachteil weniger den Endkunden, als vielmehr den beauftragten Küchenhändler. Ein zusätzlicher und entscheidender Nachteil ist, wie bei vielen Materialien, der hohe Preis der Dekton-Arbeitsplatte.

Keramik

 

Bei Keramikarbeitsplatten handelt es sich um eine Zusammensetzung aus Feldspat, Lehm, Mineraloxiden und Sand. Auf Grund dieser Zusammensetzung ähnelt dieses Material sehr dem Granit, allerdings handelt es sich hierbei um einen künstlich hergestellten Stein, der durch hohe Temperaturen und unter enormen Druck gebrannt wird. Küchenarbeitsplatten aus Keramik sind dem Granit in Sachen Robustheit voraus und bestechen durch besondere Hitzebeständigkeit und Kratzfestigkeit.

Da dieser künstlich hergestellte Stein kaum Flüssigkeiten absorbiert ist er fleckenresistent und unempfindlich gegenüber allerlei Säuren. Auf Grund dessen überzeugt Keramik neben seiner Robustheit auch durch die pflegeleichte Hygiene, die ohne viel Aufwand hergestellt werden kann. Keramikarbeitsplatten können mit allen gängigen Mitteln gereinigt werden und zeigen sich auch bei säurehaltigen Reinigungsmitteln sehr versöhnlich.

Da es möglich ist, Keramik in sehr dünnen Platten zu produzieren, wirkt es sehr leicht und ist darüber hinaus in vielen Musterungen und Farbvarianten erhältlich. Durch diesen Umstand ist eine Keramikarbeitsplatte kompatibel mit den meisten Kücheneinrichtungen.

Edelstahl – Für die Küche Ideal!

 

Möchte man sich eine Edelstahlarbeitsplatte zulegen, so gibt es hier zwei Optionen, wie diese Arbeitsplatten verarbeitet werden. Auf der einen Seite gibt es ummantelte Trägerplatten in beliebiger Stärke, auf der anderen Seite warm- oder kaltgewalzte massive Edelstahlarbeitsplatten.

Bei der ummantelten Version wird die Trägerplatte mit Edelstahlblech ummantelt, das an den Ecken der Platte verschweißt wird. Hierbei gibt es verschiedene Optionen der Oberflächen. Für eine glänzende Optik wird der Edelstahl poliert und für die samt-matte Variante wird die Oberfläche geschliffen. Inzwischen werden von verschiedenen Herstellern auch speziell behandelte Edelstahlarbeitsplatten  angeboten, die im Vergleich mit klassischen Arbeitsplatten aus Edelstahl sehr viel kratzfester sein sollen. Diese speziell behandelte Oberfläche ist inzwischen auch für Rückblenden, Fronten und für Spülbecken erhältlich.

Welche Varianten von Edelstahlarbeitsplatten gibt es?

Die warm-/kaltgewalzte Alternative ist massiver als die ummantelte Variante, ist naturgemäß allerdings eine eher dünne Arbeitsplatte. Diese gewalzten Küchenarbeitsplatten aus Edelstahl bieten eine pflegeleichte und natürliche Oberfläche, die ebenso wie die ummantelte Version, in matt oder poliert erhältlich ist.

Obwohl Edelstahlarbeitsplatten mit einer gewissen Robustheit einhergehen, sind über die Jahre entstehende Kratzer nicht zu verhindern. Diese muss man, ähnlich wie bei Marmorplatten, wohl oder übel als Patina akzeptieren. Allerdings können diese Kratzer Ihrer Küche auch einen besonderen Look verleihen. Möchten Sie dies jedoch umgehen, gibt es mittlerweile Anbieter wie Blanco Steelart Durinox, die Küchenarbeitsplatten aus Edelstahl herstellen, die durch eine speziell behandelte Oberfläche bedeutend widerstandsfähiger gegenüber Kratzer sind.

Vorteile einer Küchenarbeitsplatte aus Edelstahl:

Zu den Vorzügen von Edelstahlplatten gehören vor allem die Hitze- und Feuchtigkeitsresistenz. Flüssigkeiten sind leicht wegzuwischen und diese Arbeitsplatten verzeihen es Ihnen schnell, wenn sie mal einen heißen Topf auf ihnen abstellen. Noch dazu sind diese Küchenarbeitsplatten äußerst hygienisch, unempfindlich gegen Säuren und Fette und überzeugen durch hohe Geruchsneutralität. Durch die strahlende Optik verleiht Ihrer Küche eine Arbeitsplatte aus Edelstahl ein hochwertiges und exklusives Erscheinungsbild.

Allerdings sollte man natürlich auch auf ein paar wenige Punkte acht geben. So ist die Oberfläche der Edelstahlplatten Fingerabdruck empfindlich, was eine aufmerksame Pflege unabdinglich macht. Hinzu kommt, dass die Kratzempfindlichkeit je nach Ausführung stark variieren kann und die sterile und kalte Ausstrahlung, die mit diesem Material einher kommt, immer mit eingerechnet werden muss.

Die Kosten einer Küchenarbeitesplatte aus Edelstahl können variieren:

Der Preis der Edelstahlarbeitsplatten ist stark davon abhängig, für welche Variante man sich entscheidet. Die Oberflächenbehandlung, Verarbeitung und Stärke beeinflussen den Preis und je nach Qualität und Materialdicke steigen natürlich auch die Kosten. Auf diese Weise ist es möglich, Edelstahlplatten in preislicher Luxusklasse ebenso zu finden, wie im mittleren Preissegment.

Küchenarbeitsplatte aus Beton:

 

Arbeitsplatten aus Beton werden in der Küche eher selten verwendet, obwohl das klassische Material viele Vorteile aufweisen kann. Vor allem in moderneren Küchen mit hellem, klaren Design sind Betonarbeitsplatten schön einzusetzen. Die unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten, unverfälschte Farbschattierungen und ihre Stabilität sind die starken Merkmale von Betonarbeitsplatten. Mit ihrer rauen Oberfläche bringt eine Küchenarbeitsplatte aus Beton einen wundervollen Loft-Charme in Ihre Küche und ist noch dazu kratzfest. Allerdings muss beachtet werden, dass so eine Betonarbeitsplatte sehr schwer ist und daher einen stabilen und robusten Unterbau benötigt. Solch ein Unterbau ist durch die Arbeit unserer Schreiner in München möglich. Wir fertigen Ihnen eine robuste, funktionelle und optisch ansprechende Schreinerküche, die auf Wunsch mit allen Arbeitsplatten harmoniert.

Um die Poren des Materials zu schließen, ist es zu empfehlen, die Oberfläche abzuschleifen und zu polieren. Dies ist notwendig, damit die Platte leichter gereinigt werden kann. Als zusätzlicher Schutz ist es ratsam, das Material mit Öl oder Naturwachs zu versiegeln, was allerdings regelmäßig aufgefrischt werden sollte. Für einen dauerhafteren Schutz vor Flecken ist es möglich die Oberfläche synthetisch zu versiegeln. Selbst grobe Verschmutzungen oder Fett kommen nicht dagegen an und Ihrer Platte kann kaum noch etwas was anhaben. Durch diese Behandlung wird der Beton jedoch weniger Rau und bekommt eine softere Haptik.